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Olli Mustonen | Klavier -
Werke von Tschaikowsky, Chopin und Prokofjew

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 18 Uhr

Kulturforum Franziskanerkloster, Paterskirche

Olli Mustonen | Klavier

Tschaikowsky: Album für Kinder op. 39 | Chopin: Sechs Mazurkas op. 59 & op. 56 | Prokofjew: Sonaten Nr. 9 C-Dur op. 103 & Nr. 7 B-Dur op. 83

Im Rahmen der Muziek Biennale Niederrhein

Gut Ding will Weile haben … Seinen ersten Auftritt bei den Kempener Klosterkonzerten absolvierte er 1990 im Alter von 23 Jahren (damals noch auf dem Bösendorfer-Flügel im Rokokosaal); 15 Jahre später kam er wieder für ein gemeinsam mit dem WDR veranstaltetes Solo-Recital in der Paterskirche, und nun, weitere 13 Jahre später, ist er (endlich!) erneut in Kempen: der Pianist, Dirigent und Komponist Olli Mustonen – „einer der interessantesten Musiker nicht nur Finnlands (…), jemand, der für Überraschungen, für Intensitäten, für Verblüffungen sorgt, wie man sie im Musikleben nicht alltäglich haben kann“ (Harald Eggebrecht, „Süddeutsche Zeitung“, 2014).

Tastatur eines Flügels in Nahaufnahme

Ausgebildet zunächst von Ralf Gothoni, später Eero Heinonen (Klavier) und Einojuhani Rautavaara (Komposition), entwickelte er sich rasch zu einem Pianisten von Weltrang, der mit den  führenden Orchestern und Dirigenten unserer Zeit zusammen  arbeitet, Kammermusik spielt, etwa mit dem Geiger Pekka Kuusisto und dem Cellisten Steven Isserlis und zunehmend auch als Dirigent und Komponist in Erscheinung tritt. Beim heutigen Konzert präsentiert er einen seiner bevorzugten Komponisten: Als engagierter Verfechter der Musik Prokofjews hat er nicht nur dessen Klavierkonzerte, sondern auch seine sämtlichen Klaviersonaten im Repertoire.

Eingang Kulturforum Franzkiskanerkloster, © Ralph Braun, Stadt Kempen

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Der zwei­te Teil des Kla­vier­abends des fin­ni­schen Pia­nis­ten Olli Mus­to­nen ist ganz dem rus­si­schen Kom­po­nis­ten Ser­gej Pro­kof­jew ge­wid­met. Des­sen Leben in der So­wjet­uni­on und seine Werke wur­den stark be­ein­flusst von der to­ta­li­tä­ren Kul­tur­po­li­tik Sta­lins.
Die 7. Kla­vier­so­na­te hat Pro­kof­jew 1942 in einer Phase ge­schrie­ben, in der er sich vor Eh­run­gen und An­er­ken­nung durch das Sta­lin-Re­gime kaum ret­ten konn­te. So er­hielt er für die 7. Kla­vier­so­na­te sei­nen ers­ten Sta­lin­preis (zwei­ter Klas­se). Es folg­ten noch meh­re­re der ers­ten Klas­se und alle nur denk­ba­ren Eh­ren­ti­tel bis hin zum „Orden der Roten Armee“. Seine Werke wur­den über­all im Lande sehr häu­fig auf­ge­führt und ge­fei­ert. Die 9. Kla­vier­so­na­te, die seine letz­te war, schrieb er 1947, kurz bevor Sta­lins Pro­pa­gan­d­a­chef An­d­rej Schda­now ein re­gel­rech­tes Tri­bu­nal ver­an­stal­te­te, das Pro­kof­je­ws Tri­umph­se­rie eben­so un­ver­mit­telt wie end­gül­tig be­en­de­te. Ihm wurde eine for­ma­lis­ti­sche, volks­frem­de Kom­po­si­ti­ons­wei­se, Kos­mo­po­li­tis­mus, West­ler­tum und eine Nähe zur „de­ka­den­ten, pa­tho­lo­gi­schen und per­ver­tier­ten aus­län­di­schen Mu­sik­sze­ne“ vor­ge­wor­fen. Plötz­lich wur­den seine Werke in der So­wjet­uni­on prak­tisch nicht mehr auf­ge­führt.
Svja­tos­lav Rich­ter – der wich­tigs­te In­ter­pret der Pro­kof­je­wschen Kla­vier­mu­sik – spiel­te in einem Kon­zert, für das die 9. Kla­vier­so­na­te an­ge­kün­digt war, Schu­bert – ohne jede Er­klä­rung. Pro­kof­jew starb am 5. März 1953, fast zur glei­chen Stun­de wie Sta­lin.

Mus­to­nen ist einer der ganz we­ni­gen Pia­nis­ten in der Welt, die alle 9 Pro­kof­jew-So­na­ten im Re­per­toire haben. Er spielt in un­se­rer heu­ti­gen Mu­sik­welt eine au­ßer­ge­wöhn­li­che Rolle – ganz in der Tra­di­ti­on gro­ßer Meis­ter wie etwa Rach­ma­ni­now oder Bu­so­ni ge­nie­ßt er hohes An­se­hen so­wohl als Pia­nist und Di­ri­gent als auch als Kom­po­nist. Sein Kla­vier­spiel und seine Di­ri­ga­te sind stets in sei­ner kom­po­si­to­ri­schen Per­spek­ti­ve ver­wur­zelt. Als So­list spielt Mus­to­nen seit vie­len Jah­ren mit den welt­weit füh­ren­den Or­ches­tern. Kla­vier­aben­de führ­ten ihn in sämt­li­che Mu­sik­haupt­städ­te der Welt. Man kann es kurz zu­sam­men­fas­sen: eine der gro­ßen Mu­si­ker­per­sön­lich­kei­ten un­se­rer Zeit.

Weitere Informationen

Veranstaltungsdetails

Datum:03.10.2018

Uhrzeit:18:00

Ort:Kulturforum Franziskanerkloster - Paterskirche
Burgstraße 19
47906 Kempen

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Kategorie:Musik / Konzerte

Veranstalter

Kempen Klassik e.V.Burgstraße 23
47906 Kempen

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Karten / Tickets

Kulturforum FranziskanerklosterBurgstraße 19
47906 Kempen

Telefon:0 21 52 / 917-264

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Preise: Karten kosten 10 Euro bis 18 Euro inklusive Ticketgebühr, Ermäßigungen jeweils die Hälfte.

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