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Begleitprogramm | Barocke Klosterarbeiten – ein Fenster zum Paradies -
Vortrag von Monika Lennartz | Sonderausstellung im städt. Kramer-Museum

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung "Barocke Klosterabeiten - ein Fenster zum Paradies"
im Rahmen der Reihe „SONNTAGS UM 3"

Sonntag, 16. August
15.00 Uhr Vortrag von Monika Lennartz „Heiltumskästchen ­- die Wunderkammern der einfachen Leute"
danach Ausstellungsrundgang in Kreuzgang und barocker Klosterpforte.
(Museumseintritt 2 €)

Heiltumskästchen entstanden hauptsächlich im 18. und 19. Jahrhundert im bäuerlichen und bürgerlichen Bereich. Sie hatten die Kleinodienschränke des vermögenden Großbürgertums und die Kunst- und Wunderkammern kunstsinniger Fürsten und Fürsterzbischöfe zum Vorbild. „Heiltumsschrank“ war darüber hinaus auch der kirchliche Begriff für die Aufbewahrung der liturgischen Geräte und der Kirchenschätze, Monstranzen, Reliquiare aus kostbarer Silber- und Goldschmiedearbeit,  - also eine Art mittelalterlicher Tresor, der meist in der Sakristei seinen Platz hatte.

Detail aus einem Heiltumskästchen, (c) Kulturamt Kempen

Die „Heiltumskästchen“ enthielten Devotionalien und Sakramentalien volkstümlicher Art, Objekte religiösen Volksglaubens und Zeichen der Volksfrömmigkeit, im Volksmund kurz „Heiltümer“ genannt.  Kapseln mit Reliquienpartikeln, Wallfahrtsandenken, Heiligenbildchen verschiedenster Art, Breverl und Skapuliere, in kleine Stoffherzchen eingenähte Agnus-Dei-Partikel, kleine Klosterarbeiten, Kreuze, Madonnenfigürchen in kleinen Kästchen, Mini-Truhen mit heiligen Ölen und mehr waren enthalten. Aber auch Silbervotive und kostbare Rosenkränze mit filigranen Anhängern, die nebenbei auch auf eine gewisse Wohlhabenheit ihrer Besitzer schließen ließen und gerne vorgezeigt wurden. Ein Segenskonglomerat, das vom Vertrauen der Menschen auf die Religion und auf Christus und seine Heiligen zeugte.

Das in der Sonderausstellung „Barocke Klosterarbeiten – ein Fenster zum Paradies“ ausgestellte, große Heiltumskästchen steht im Mittelpunkt von Vortrag und Führung der Sammlerin und Kunsthandwerkerin Monika Lennartz, die in einem etwa halbstündigen Vortrag die Entstehung der Kunst- und Wunderkammern erläutert und anschaulich erzählt, wie sich daraus die Heiltumskästchen entwickelten.

Bevor sich nach einer kurzen Pause die Führung anschließt, können sich die Besucher/innen aus einer kleinen Auswahl an Wallfahrtsbildchen und -kerzen, Rosenkränzen und wächsernen Agnus-Dei ein paar Andenken an den Vortrag aussuchen.   

Bitte beachten Sie die üblichen Hygiene- und Abstandsregelungen. Der Mund-Nase-Schutz kann während des Vortrags abgenommen werden.

Für Vortrag und Führung wird nur der normale Museumseintritt in Höhe von 2 Euro erhoben.

Detailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt KempenDetailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt Kempen

Eine Ausstellung des Städtischen Kramer-Museums | Kulturforum Franziskanerkloster

Barocke Klosterarbeiten - ein Fenster zum Paradies

ab 17. Mai 2020 in der Klosterpforte und in den Kreuzgängen

Das Städtische Kramer-Museum hat nach der coronabedingten Pause wieder seine Türen geöffnet.

So konnte nun auch endlich die ursprünglich für den 22. März geplante Ausstellungseröffnung „Barocke Klosterarbeiten - ein Fenster zum Paradies" am 17. Mai nachgeholt werden.

Plaktmotiv zur Sonderausstellung

Einen kleinen Blick ins Paradies werfen zu können, hofften in barocker Zeit die Klosterfrauen, wenn sie in der Abgeschiedenheit ihrer kontemplativen Orden ihre so genannten „Schönen Arbeiten" fertigten. In erster Linie waren es Andachtshandlungen, die „ad maiorem dei gloriam" (zur größeren Ehre Gottes) geschahen, wenn die Nonnen mittels feinster Goldmaterialien, Perlen und Spitzen kostbare Fassungen für Reliquien schufen.

Detailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt Kempen

Das Spektrum barocker Klosterarbeiten war groß: wächserne, geschnitzte, gemalte Miniaturen und vielerlei Devotionalien, Heiligen- und Prozessionsfiguren, Marienstatuen, Wachs­jesulein, Wet­ter­­segen als christlicher Hausschutz, Primizkrönchen, Professkränze, Altarsträuße und Maivasen, Stoffklebe- und Kulissenbilder und vieles andere mehr wurden für kirchliche, eigene klösterliche, aber auch für die häusliche Verwendung geschaffen.
Heute bezeichnet man mit „Klosterarbeiten" sowohl die aus schlichteren Materialien gefertigten Bilder und Kästchen der Volks­frömmigkeit als auch die kostbar ausgestatteten Andachtsbilder, Reliquientafeln, Reliquiare und Reliquienschreine der Klöster und Kirchen.

Detailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt Kempen

Unsere Ausstellung in der ehemaligen Klosterpforte des Franziskanerklosters „Barocke Klosterarbeiten - ein Fenster zum Paradies" mit Exponaten aus der Sammlung und Werkstatt Monika Lennartz und Beständen des Städtischen Kramer-Museums möchte einen kleinen Beitrag gegen das Vergessen der Volksfrömmigkeit leisten und den Blick der Besucher für althergebrachte religiöse Volkskunst schärfen.

 

Detailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt KempenDetailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt KempenDetailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt KempenDetailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt KempenDetailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt KempenDetailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt KempenDetailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt KempenDetailfoto zur Ausstellung Barocke Klosterarbeiten des Städt. Kramer-Museum Kempen, (c) Bettina Klapheck, Kulturamt Kempen

Öffnungszeiten und Eintritt
Eingang Kulturforum Franzkiskanerkloster, © Ralph Braun, Stadt Kempen

Montag geschlossen
Dienstag bis Sonntag  11.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag                11.00 - 18.00 Uhr

Erwachsene 2
Schüler/ Studenten 1
Gruppen ab 10 Pers.  1 je Person

Gruppenführungen sind auf Anfrage jederzeit möglich.

Buchungen unter Tel.: 02152/ 917-4111

 

Schön in Szene gesetzt werden die Objekte neuerdings übrigens von den neuen LED-Strahlern des städtischen Kramer-Museums Kempen, ERCO Opton. Diese wurden gefördert vom "Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages."

Logo des 'Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages', Quelle: https://secure.bmub.bund.de/service/publikationen/downloads/corporate-design-des-bmub/?no_cache=1

 

 

Gruppenführungen sind auf Anfrage jederzeit möglich.

 

Buchungen unter Tel.: 02152/ 917-4111

Schön in Szene gesetzt werden die Objekte neuerdings übrigens von den neuen LED-Strahlern des städtischen Kramer-Museums Kempen, ERCO Opton. Diese wurden gefördert vom "Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages."

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Veranstaltungsdetails

Datum:16.08.2020

Uhrzeit:15:00

Ort:Städt. Kramer-Museum, Museum für Niederrheinische Sakralkunst
Burgstraße 19
47906 Kempen

Homepage

Kategorie:Ausstellungen

Veranstalter

Stadt Kempen - KulturamtBurgstraße 23
47906 Kempen

Homepage Veranstalter

E-Mail:E-Mail Veranstalter

Karten / Tickets

Kulturforum FranziskanerklosterBurgstr. 19
47906 Kempen

Telefon:0 21 52 / 917-4120

Homepage:Homepage

E-Mail:E-Mail

Preise: Erwachsene 2 €, Schüler/ Studenten 1 €, Gruppen ab 10 Pers. 1 € je Person.
Gruppenführungen sind auf Anfrage jederzeit möglich.