Inhalt:

Sanierung Hemesath

Aus dem Archiv: Mitteilung vom 12.08.2010

Mitte August 2010 beginnt zunächst mit der Entkernung und dem sich anschließenden Abriss der Betriebsgebäude die Sanierung der Betriebsfläche einer ehemaligen chemischen Reinigung in Kempen. Der Standort in der Wiesenstraße wird gemeinsam vom Kreis Viersen, der Stadt Kempen und dem Altlastensanierungsverband NRW (AAV) saniert. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten kann das nahe dem Stadtzentrum gelegene Areal als Wohnbaufläche genutzt werden.

Durch den Betrieb der chemischen Reinigung wurde in der Vergangenheit eine großflächige Verunreinigung des Grundwassers mit chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) verursacht. Umfangreiche Grundwasseruntersuchungen zeigten, dass die mehrere Kilometer lange Grundwasserfahne ihren Ursprung auf dem Grundstück der in 2009 in Insolvenz gegangenen und in diesem Jahr endgültig geschlossenen Firma hat.

Erste Sanierungsmaßnahmen durch den Betreiber der Reinigung (als Ordnungspflichtiger) wurden bereits im Jahr 1991 eingeleitet. Allerdings waren diese nach heutigen Erkenntnissen nicht dazu geeignet, den massiven Grundwasserschaden zu sanieren. Deshalb haben AAV, Kreis Viersen und Stadt Kempen ein Sanierungskonzept erarbeitet, das neben der Optimierung der Grundwassersanierung auch eine Sanierung des eigentlichen Betriebsgrundstückes umfasst.

Als erste Maßnahme erfolgt nun der Abbruch der ehemaligen Betriebsgebäude. Die Gebäude werden kontrolliert rückgebaut und Stoffe wie Asbest, Altholz und Dachpappen fachgerecht entsorgt. Danach sollen weitere Untersuchungen im Bereich des Altstandortes erfolgen, um die genaue Verteilung der Schadstoffe auf dem Standort zu untersuchen. Dies war bisher aufgrund des laufenden Betriebs der chemischen Reinigung nicht möglich. Die geplante Bodensanierung (Bodenaustausch) soll nach derzeitiger Planung im Jahr 2011 beginnen.

Im Bereich der Wiesenstraße muss in der Zeit von August bis November mit Belästigungen durch den Baustellenverkehr gerechnet werden, insbesondere wenn die anfallenden Bauschuttmassen abtransportiert werden müssen. Während der Schulzeit wird im Bereich der Ein- und Ausfahrt der Abbruchmaßnahme ein Sicherungsposten den Verkehr regeln, um die Wege der Schulkinder zu sichern. Eltern sollten ihre Kinder dazu anhalten, in dieser Zeit dort besonders auf den Straßen- und Baustellverkehr zu achten. Möglicherweise kann auch ein anderer Schulweg gewählt werden. Für hiermit verbundene Beeinträchtigungen bitten wir um Verständnis.

Ansprechpartner für Rückfragen sind Heinz Puster (Stadt Kempen, Telefon: 0 21 52 / 917-316), Thomas Nordmann (Kreis Viersen, Telefon: 0 21 62 / 39-12 65) und Dr. Uwe Hoffmann (Altlastensanierungsverband NRW, Telefon: 0 23 24 / 50 94-32).

Hintergrundinformation zum AAV:

Der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) unterstützt in Nordrhein-Westfalen Kreise, Städte und Gemeinden: Er saniert auf Antrag der Kommunen Altlastenflächen oder Grundstücke mit schädlichen Bodenveränderungen, wenn z. B. kein Verantwortlicher mehr gefunden werden kann oder wenn dieser finanziell dazu nicht in der Lage ist. Der AAV bringt dabei bis zu 80 % der finanziellen Mittel auf und übernimmt außerdem in der Regel auch das Projektmanagement. Der Vorteil ist, dass er dabei seine vielfältigen Erfahrungen in die Sanierungsmaßnahmen einbringt, die er in den Jahren seit seiner Gründung im Jahr 1988 gesammelt hat.

Hinter dem AAV stehen im Rahmen einer freiwilligen Kooperationsvereinbarung das Land Nordrhein-Westfalen, die Kommunen des Landes sowie Teile der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Zurzeit wendet der Verband ca. zehn Millionen Euro pro Jahr für Sanierungsmaßnahmen auf. Mögliche Rückflüsse aus Verkäufen sanierter Grundstücke werden dann sofort wieder in Projekte investiert.

Weitere Informationen hierzu unter www.aav-nrw.de.

Ihre Ansprechpartner:

Heinz Puster
Telefon: 0 21 52 / 917-4030

Anschrift

Rathaus
Buttermarkt 1
47906 Kempen

Erreichbarkeit

Montag bis Freitag
8 bis 12.30 Uhr
Montag bis Donnerstag
14.30 bis 16 Uhr
und nach Vereinbarung