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Planungsauftrag für Kempener Westen vergeben

Aus dem Archiv: Mitteilung vom 21.12.2016

Seit vielen Jahren besteht Konsens darüber, dass neue Wohngebiete im Stadtteil Kempen nicht jenseits des Außenrings entwickelt werden sollen. Entsprechend sehen sowohl das Stadtentwicklungskonzept als auch der Regionalplan eine Erweiterung des Stadtteils in Richtung Westen vor. Zur Entwicklung neuer Wohngebiete in diesem Bereich ist es erforderlich, wesentliche Fragen der Siedlungserweiterung im Zusammenhang zu betrachten und zu bewerten. Zu denken ist hier insbesondere an Fragen der Erschließung und der Entwicklung des örtlichen Verkehrsnetzes, an die Vernetzung der Siedlungserweiterung mit dem Bestand, an die Entwässerung, die Energieversorgung, die Nahversorgung (Geschäfte), die Bebauungsstrukturen und die Gestaltung des Ortsrandes. Das heißt, vor der Entwicklung einzelner Baugebiete ist zunächst eine Gesamtplanung erforderlich, die die einzelnen Planungsaspekte zusammenführt und die Leitlinien der baulichen Entwicklung festlegt.

Nach dieser Rahmenplanung wird in einer 2. Stufe beispielhaft für eine Fläche, entweder für die Fläche nördlich der Ziegelheider Straße oder westlich der Straelener Straße/westlich Hagelkreuz, ein städtebaulicher Entwurf als konkrete Basis für einen Bebauungsplan erstellt.

Durch den Ratsbeschluss vom 13.12.2016 ist für diese Aufgabenstellung mit Pesch und Partner aus Dortmund ein erfahrenes und anerkanntes Stadtplanungsbüro beauftragt werden, um mit der Planung u.a. Einschätzungen über Erschließungsstandards, Wohn- und Bauformen sowie Gestaltungsmerkmale neuer Wohngebiete zu gewinnen und auf die Anforderungen in Kempen zu überprüfen.

Die Leistung des Planungsbüros soll sich nicht in der Erstellung eines Planwerkes erschöpfen. Es soll darüber hinaus auch ein Planungsverfahren gestalten und moderieren, in dem Bürger, Politik und Verwaltung in einem transparenten Planungsprozess frühzeitig und eng eingebunden werden in die Entwicklung von Ideen, Konzepten und deren Alternativen. Die Gestaltung eines offenen Bürgerdialogs ist eine wichtige Anforderung an den in Planungsphasen gegliederten Prozess. Bei dem Büro Pesch und Partner handelt es sich um qualifizierte und leistungsfähige Planungsbüros, das über vielfältige Kompetenzen und Erfahrung in vergleichbaren Planungsaufgaben und in der Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden verfügt. Im 1. Quartal des Jahres 2017 wird mit dem Planungsprozess begonnen und der erste Schritt zur Bürgerbeteiligung bekannt gegeben.

Eine abschnittsweise Erschließung und Bebauung neuer Wohnsiedlungsgebiete in Kempen und den Ortsteilen St. Hubert und Tönisberg hat nachwievor hohen Stellenwert in der Stadtentwicklung. Das attraktive Stadtbild und das gute Infrastrukturangebot der Stadt sowie die landschaftlichen Reize des Niederrheines und die kurze Anbindung zu den Großstädten an Rhein und Ruhr machen Kempen zu einem gefragten Wohnstandort mit hoher Lebensqualität.

Mit der Fertigstellung der Wohnhäuser im 3. Bauabschnitt des Wohngebietes An der Kreuzkapelle in den nächsten 2 Jahren sind die Entwicklungspotenziale zum Wohnungsbau in Kempen innerhalb des Außenringes, mit Ausnahme einzelner privater Baulücken im Siedlungsgebiet, erschöpft. Zur Erschließung der Neubaugebiete An der Mühle in St. Hubert  und Am Feldweg in Tönisberg sind in den zurückliegenden Monaten Bebauungsplanverfahren eingeleitet worden, um ab 2018 in den Ortsteilen neuen Wohnraum anbieten zu können. Aufgrund der anhaltenden bzw. gestiegenen Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern sowie nach Geschosswohnungen, insbesondere im Mietniveau des geförderten Wohnungsbaus, besteht darüber hinausgehend in der Stadtentwicklung dringender Handlungsbedarf, im Rahmen der Vorgaben der Landes- und Regionalplanung neue Wohngebiete in Kempen zu entwickeln.

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Heinz-Peter Cox
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