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Neuer Heizspiegel erhältlich

Aus dem Archiv: Mitteilung vom 05.11.2013

Die Heizkosten 2012 sind gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich neun Prozent gestiegen. Das geht aus dem bundesweiten Heizspiegel 2013 (für das Abrechnungsjahr 2012) hervor. Das Heft “Heizspiegel - bundesweit 2013“ liegt in den Servicestellen der Stadt Kempen aus. Die Daten wurden durch die gemeinnützige co2online GmbH mit Unterstützung des Deutschen Mieterbundes e.V. zusammengetragen. Kältere Witterung und steigende Energiepreise sind demnach die Ursachen für die Kostensteigerung. Durch die kälteren Temperaturen stieg der durchschnittliche Verbrauch an Heizenergie im Jahr 2012 um fünf Prozent. Die Preissteigerung bei Heizöl betrug rund neun Prozent, bei Erdgas- und Fernwärme erhöhten sich die Preise jeweils um ca. fünf Prozent.

Weitere Kostensteigerungen zeichnen sich ab. Wenn Anfang des nächsten Jahres die Heizperiode 2013 abgerechnet wird, wird vermutlich eine hohe Wärmemenge bzw. ein hoher Ölverbrauch in Rechnung gestellt werden. Denn im ersten Quartal 2013 waren die Temperaturen gegenüber dem identischen Vorjahreszeitraum um knapp 12 Prozent niedriger. Dies wird sich bei der Abrechnung niederschlagen. Deshalb lohnt es sich, einen Blick auf den bundesweiten Heizspiegel mit Vergleichswerten zum Heizenergieverbrauch zu werfen. Damit lässt sich der eigene Verbrauch des Jahres 2012 dem von vergleichbaren Häusern und Wohnungen mit dem gleichen Energieträger (Fernwärme, Erdgas, Öl) gegenüberstellen.

Hierzu müssen die Verbrauchangaben aus der Abrechnung für das Jahr 2012 durch die beheizte Fläche (Anzahl der ) geteilt werden. Die so errechnete Wärmemenge pro Flächeneinheit (in kWh/) kann in einer Tabelle abgeglichen werden. Das Ergebnisfeld ist mit einer Farbe hinterlegt. So lässt sich schnell erkennen, ob man noch im ‚grünen Bereich‘ (niedriger Verbrauch) liegt. Färbt sich die Farbskala orange oder tiefrot, sollte man die Hände nicht in den Schoß legen und das zusätzliche Service-Angebot des Heizspiegels nutzen. Auf Seite 7 des Heftes findet man einen Gutschein für ein individuelles, kostenloses Heizgutachten. Das Heizgutachten analysiert detailliert die Heizkostenabrechnung bzw. die Abrechnung für den Erdgas-, Fernwärme bzw. Ölverbrauch. Damit können Verbraucher leicht herausfinden, wie der Heizenergieverbrauch der eigenen Wohnung einzuordnen ist und bekommen Hinweise, um Einsparpotenziale auszuschöpfen. Das Angebot gilt für Mieter und für Eigentümer. Mieter erhalten zusätzlich mit dem Heizgutachten eine fachliche Stellungnahme, die sie an ihren Vermieter weiterleiten können, um ihn auf den Heizenergieverbrauch seines Gebäudes aufmerksam zu machen.

Dies ist eine gute Grundlage um Möglichkeiten der Energieeinsparung am Haus prüfen. Geförderte Beratungsangebote, wie die durch die Bundesanstalt für Außenwirtschaft (Bafa) geförderte „Vor Ort-Beratung“ oder die „Energieberatung zur Hause“ der Verbrauchzentrale, können nächste Schritte zur Prüfung der Sanierungsmöglichkeiten des Gebäudes sein. An der Informationssäule im Rathaus der Stadt Kempen erhält man weitere Informationen zum Beratungsprogramm der Verbraucherzentrale. Für die Sanierung selbst können dann Zuschüsse oder Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) genutzt werden. Auf den Internetseiten der Stadt Kempen findet sich eine Übersicht der geförderten Beratungsprogramme, der Förderungen für Sanierungsmaßnahmen und Nutzung regenerativer Energien.

Die Heizspiegel-Broschüre, inklusive eines Gutscheins für ein kostenloses Heizgutachten, liegt in den Servicestellen der Stadt Kempen im Rathaus, in St. Hubert und Tönisberg aus oder kann im Umweltreferat, Rathaus Raum 204, Telefon 0 21 52 / 917 - 316, abgeholt werden.

Online ist der Heizspiegel und der Gutschein für das kostenlose Heizgutachten unter www.heizspiegel.de abrufbar.

Ihre Ansprechpartner:

Heinz Puster
Telefon: 0 21 52 / 917-4030

Anschrift

Rathaus
Buttermarkt 1
47906 Kempen

Erreichbarkeit

Montag bis Freitag
8 bis 12.30 Uhr
Montag bis Donnerstag
14.30 bis 16 Uhr
und nach Vereinbarung