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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Aus dem Archiv: Mitteilung vom 19.11.2013

Zum 13. Mal jährt sich die Fahnenaktion zum internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November 2013. Im Jahr 2012 hissten beteiligte Vereine, Institutionen, Gemeinden und sogar Privatpersonen fast 6500 Banner und Fahnen in ganz Deutschland und weltweit. Auch die Stadt Kempen möchte wie in den letzten Jahren einladen, die Botschaft „frei leben – ohne Gewalt“ zu verbreiten und damit eine lebenswerte Welt für Mädchen und Frauen einfordern!

In diesem Jahr soll die Aktion dazu genutzt werden, um auf die zahllosen Opfer von sexualisierter Gewalt aufmerksam zu machen. Laut der aktuellsten Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend werden von den geschätzten weit über 100.000 Vergewaltigungen in Deutschland aber nur rund 8000 Anzeigen jährlich aufgezeigt. Häufig bestimmen Vorurteile und Mythen die Debatte um sexualisierte Gewalt. Frauen wird vorgeworfen, falsche Aussagen zu machen oder durch ihre Kleidung, ihr Verhalten oder einfach nur durch ihre Anwesenheit eine Mitschuld an der Tat zu tragen.

Dabei wird übersehen, dass die meisten Vergewaltigungen innerhalb einer Beziehung stattfinden und dass das Aussehen der Betroffenen überhaupt keine Rolle spielt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Täter für eine Vergewaltigung betraft wird, liegt bei unter einem Prozent! Kein anderes Verbrechen in Deutschland wird weniger geahndet und bestraft. Viele Verfahren werden aus Mangel an Beweisen eingestellt oder gar nicht erst eröffnet. Um dies zu verhindern, müssen Spuren zeitnah gesichert und dokumentiert werden - unabhängig davon, ob die Betroffenen eine Anzeige erstatten möchten oder nicht. Wichtig sind daher eine gute Information der Bevölkerung und das Wissen für betroffene Frauen und Kinder, an wen sie sich im Bedarfsfalle wenden können.

Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingerichtete Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen kann eine Anlaufstelle sein. Unter der Rufnummer 0 80 00 / 11 60 16 erreichen Betroffene erfahrene Beraterinnen. Hier können Sie anrufen, wenn Sie Angst vor jemandem haben, wenn Ihnen jemand weh tut oder Sie sehen, wenn jemand Ihrer Freundin weh tut.

Ihre Ansprechpartner:

Ute Ripkens
Telefon: 0 21 52 / 917-1400

Anschrift

Rathaus
Buttermarkt 1
47906 Kempen

Erreichbarkeit

montags bis donnerstags
8.30 Uhr bis 12.30 Uhr
(Terminabsprache erbeten)