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An einer gemeinsamen Förderschule im Kreis Viersen festhalten

Aus dem Archiv: Mitteilung vom 29.11.2013

Mit großer Sorge registrieren die derzeitigen Träger der Förderschulen im Kreis Viersen die Diskussionen um die zukünftige Entwicklung der Gereonschule. In Kreisen der Elternschaft der Gereonschule sowie im Kreistag wird derzeit diskutiert, die Gereonschule auch nach den beabsichtigten Trägerwechseln von den bisherigen Trägern an den Kreis Viersen als selbständige Förderschule für Sprache erhalten zu wollen.

Die zuständigen Beigeordneten der Städte Kempen, Nettetal, Viersen und Willich – Michael Klee, Armin Schönfelder, Dr. Paul Schrömbges und Brigitte Schwerdtfeger – sowie der zuständige Fachbereichsleiter der Gemeinde Schwalmtal Werner Bongartz stellen gemeinsam fest, dass mit der nun diskutierten Absicht der bisherige Schulkonsens zwischen den derzeitigen Trägern der Förderschulen und dem Kreis Viersen als zukünftigem Träger aufgekündigt werden würde „Es war das erklärte Ziel der bisherigen Planungen, dass durch die Trägerwechsel ein dezentrales ortsnahes Förderschulwesen im Kreis Viersen erhalten bleiben soll.“

Mit dem Herausbrechen der Gereonschule aus der neuen Förderschulstruktur würden jedoch so viele Förderschüler aus dem Förderschulbereich herausgenommen, „dass aufgrund der Schülermindestzahlen je Standort die Schulstandorte in Kempen, Nettetal, Schwalmtal und Willich voraussichtlich nicht mehr erhalten bleiben können.“ In Kempen, Nettetal, Schwalmtal und Willich seien die Beschlüsse zum Trägerwechsel jedoch unter dem Ziel erfolgt, eine ortsnahe Beschulung der Förderschüler weiterhin zu ermöglichen. „Dies widerspräche den gemeinsamen Empfehlungen von Schulentwicklungsplanern, Fachverwaltungen und Schulaufsicht“, stellen die Schuldezernenten fest, „und würde die gemeinsame Arbeit der Kommunen in den letzten 18 Monaten über den Haufen werfen.“

Die Schuldezernenten verweisen auf einen weiteren konstitutiven Baustein der bislang gemeinsam vorgesehenen Förderschullandschaft im Kreis Viersen: „Es ist erklärte Absicht, die Förderschwerpunkte im Sinne des neuen Schulgesetzes zukünftig an einer Schule anzubieten.“ Daran hielte man auch im Sinne der ortsnahen Beschulung weiterhin fest. „Es ist nicht ersichtlich, wieso die Sprachförderschule nun aus der gemeinsamen Förderschule wieder herausgenommen werden soll.“

Sollten die neuen Überlegungen im Kreistag eine Mehrheit finden, müsse man ggf. kurzfristig erneut in die Schulentwicklungsplanung einsteigen: „Organisatorisch und fachlich sollen im Kreis Viersen möglichst wohnortnahe und fachlich umfassend kompetente Schulstandorte entstehen. Das ist das Ziel, an dem wir gemeinsam festhalten.“

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