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100 Jahre Frauenwahlrecht

Mitteilung vom 12.10.2018

Die ersten Forderungen nach politischer Partizipation von Frauen wurden in Europa bereits Ende des 18. Jahrhunderts laut. Doch bis das aktive und passive Wahlrecht für Frauen durchgesetzt werden konnte, war es noch ein langer und beschwerlicher Weg. So wurde es in Deutschland erst am 30. November 1918 mit dem Inkrafttreten des Reichswahlgesetzes eingeführt. Mehr als 15 Millionen Männer und mehr als 17 Millionen Frauen waren nunmehr wahlberechtigt.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kempen, Ute Ripkens, möchte aus diesem Anlass alle Interessierten zu einem Vortragsabend mit dem Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ am Mittwoch, 17. Oktober 2018, um 19 Uhr ins Sitzungszimmer des Rathauses, Raum 104, Buttermarkt 1, 47906 Kempen, einladen.

Mit den Worten „Meine Herren und Damen“ trat die Sozialdemokratin Marie Juchacz am 19. Februar 1919 als erste Frau an das Rednerpult eines deutschen Parlaments. „Eine für jeden gerecht denkenden Menschen und für jeden Demokraten selbstverständliche Pflicht erfüllt“ habe der Rat der Volksbeauftragten, der am 12. November 1918 allen Bürgern ab 20 Jahren das aktive und passive Wahlrecht zuerkannt hatte. Die Tatsache, dass die Bürgerinnen der Weimarer Republik am 19. Januar 1919 erstmals zur Wahl gehen und sich auch selbst zur Wahl stellen durften, war sicherlich eine der wichtigsten Etappen in der Geschichte der deutschen Frauenbewegung. Die Kunsthistorikerin Angela Klein-Kohlhaas wird in einem Bildvortrag ausführlich über den langen Weg zum Frauenwahlrecht berichten. Der Eintritt zum Vortrag ist frei, um eine kurze Anmeldung per Mail unter: gleichstellungsbeauftragte@kempen.de wird zur besseren Organisation gebeten.

Ihre Ansprechpartner:

Ute Ripkens
Telefon: 0 21 52 / 917-377

Anschrift

Rathaus
Buttermarkt 1
47906 Kempen

Erreichbarkeit

montags bis donnerstags
8.30 Uhr bis 12.30 Uhr
(Terminabsprache erbeten)