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Zentrenkonzept

Fußgängerzone mit Geschäften und Kunden

Die Erhaltung einer lebendigen Innenstadt, sowie die Erhaltung des historischen Stadtkerns, war und ist ein vorrangiges Ziel der Stadtenwicklung in Kempen. Die Qualität der Innenstädte und Stadtteilzentren bestimmt im hohen Maße die regionale Bedeutung einer Stadt. Intakte Stadtzentren mit einer Konzentration der privaten und öffentlichen Versorgungseinrichtungen sichern zudem langfristig eine wohnungsnahe Versorgung aller Bevölkerungskreise mit Waren und Dienstleistungen.

Die Innenstadt soll eine Vielzahl von Funktionen und ein großes Angebot an Dienstleistungen, Gastronomie und erlebnisorientiertem Einkauf bereitstellen. Dem Einzelhandel kommt für diese Zentren eine Schlüsselfunktion zu. Nur durch Konzentration des zentrenrelevanten Einzelhandels auf die Innenstadt und die Stadtteilzentren, kann deren Vielfalt und Attraktivität erhalten werden.

Lediglich die Einzelhandelsbetriebe, die aufgrund ihrer Betriebsstruktur und des Vertriebsweges in kleinteiligen, innerstädtischen Strukturen keinen Raum finden (großflächige Einzelhandelsbetriebe mit nicht zentrenrelevantem Sortiment), müssen an hierfür geeigneten Standorten außerhalb der gewachsenen Ortskerne angesiedelt werden. Doch auch bei diesen Betriebsformen stärkt eine Konzentration dieser Nutzung auf wenige Flächen die Zentralität der Stadt.

Die besondere städtebauliche Relevanz des Einzelhandels hatte die Stadt Kempen veranlasst, bereits im Jahr 1994 ein "Konzept zur Sicherung der Einzelhandelsstrukturen in den Versorgungszentren" zu beschließen. Kurz genannt "Zentrenkonzept".

Im Jahr 2005 ergab sich nach 10 Jahren ein Überarbeitungs- und Aktualisierungsbedarf für das Zentrenkonzept.

Wesentlicher Bestandteil des aktualisierten Zentrenkonzeptes ist die Sortimentsliste "Kempener Liste", die auf die Kempener Bedürfnisse abgestimmt wurde. Sie unterscheidet zwischen zentren-, grundversorgungs- und nicht zentrenrelevanten Sortimenten.

Die Festlegung einer Sortimentsliste, welche u.a. bei der Genehmigung von Innenstadt, die Stadtteilzentren und die Grundversorgungsstandorte besonders wichtigen und tragenden Sortimente auch künftig nur in diesen zentralen Bereichen zugelassen werden.

Die genannten Zielsetzungen des Zentrenkonzeptes wurden in den vergangen Jahren durch die Schaffung von verbindlichem Planungsrecht (Bebauungsplan) umgesetzt.

 

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