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Entwicklung und Organisation der Flüchtlingshilfe in Kempen

Aus dem Archiv: Mitteilung vom 23.12.2015

Seit Beginn des Anstieges der Flüchtlingszahlen haben über 200 Kempener Bürger der Stadtverwaltung Ihre Hilfe für die Arbeit im Bereich der Flüchtlingshilfe angeboten. Daneben gingen unzählige Angebote an Sachspenden ein, die größtenteils an die bekannten Organisationen weitergeleitet werden konnten.

Die große Anzahl an Spenden und Hilfsangeboten in den ersten Wochen war zunächst schwer zu koordinieren, weil es zu diesem Zeitpunkt noch keine zentrale Meldemöglichkeit oder Erfassungsplattform gab. Über die eigens eingerichtete Telefon-Hotline 02152/917-188 und die Internetseite www.kempen-hilft.de konnten dann aber sehr zeitnah zumindest die Angebote registriert werden. Wie sich zeigte, gab es sehr viele allgemeine Hilfsangebote, sehr viele Angebote im Bereich Spracherwerb und einige konkrete Ideen, besondere Hilfsprojekte aufzubauen.  

Um die Helfer auch einsetzen zu können, hätten jedoch in den meisten Fällen Nachfragen zu konkreten zeitlichen und sonstigen Möglichkeiten der Hilfeanbietenden erfolgen müssen. Hierzu ergab sich jedoch aufgrund der ständig neu dazu kommenden Aufgaben in diesem Bereich nur vereinzelt die Möglichkeit. In den nachfolgenden Wochen konnten daher hauptsächlich solche Helfer eingesetzt werden, die ganz konkrete Hilfsleistungen angeboten hatten. Ein weiterer Teil der Helfer hat sich privat organisiert und hilft durch kleinere und größere Projekte an vielen Stellen im Stadtgebiet.

Zur Zeit werden von der Stadtverwaltung alle Hilfsangebote in Kempen erfasst. Die Projekte und deren Organisationen werden im Bereich „Helfer“ auf der Internetseite www.kempen-hilfte.de aufgeführt. So haben die Organisationen die Möglichkeit, Ihre Angebote und ihren Bedarf an Hilfskräften abzubilden, aber auch Hilfswillige können so für sie passende Projekte finden. Auf der Seite findet sich auch ein Meldebogen, in denen jeder seine Projekte mitteilen kann.

Wie bereits bekannt, hat die Stadt Kempen auch eine Halle gekauft, welche nach entsprechenden Umbauten in den nächsten Tagen als zentrale Unterkunft genutzt werden wird. Darüber hinaus werden zur Zeit Wohnmobilheime errichtet, die Anfang Januar 2016 den Flüchtlingen eine vorübergehende Herberge geben werden. Aufgrund der zu erwartenden Zuweisungen müssen aber weitere mögliche Standorte für die Unterbringung von Flüchtlingen gefunden werden.

Parallel finden zahlreiche Gespräche zur zukünftigen sozialen Betreuung und Integration der Neuankömmlinge mit den entsprechenden Organisationen statt.

Auf Verwaltung, Hilfsorganisationen, Flüchtlinge und Bürger  kommen große Herausforderungen zu, die nur gemeinsam gemeistert werden können. Die Stadt bittet daher noch einmal ALLE im Bereich Flüchtlingshilfe tätigen Organisationen, ihre Projekte bei der Stadt zu melden, damit die dortige Liste möglichst vollständig wird und permanent aktualisiert werden kann.

Die Stadtverwaltung entwickelt zur Zeit auch Strukturen, um die Hilfe der Ehrenamtler gebündelt und zielgerichteter einsetzen zu können, damit Hilfeangebote schnell und konstant aufgebaut werden können.

Aktuell benötigt die Stadt Kempen Ehrenamtler, die in Absprache und mit Unterstützung der Stadt eigenständig bestimmte Bereiche der Hilfe organisieren könnten, wie zum Beispiel die Themen Transport, Mobilität, Freizeitgestaltung (Sport, Spielen, soziale Kontakte) und vieles mehr. Hierfür sind neben genügend Zeit auch entsprechende (Fach)-Kenntnisse in den Bereichen wichtig.

Zur Sichtung und Einordnung der Flut an Angeboten zu Unterbringungsmöglichkeiten (Traglufthallen, Wohnmobilheimen, Holzblockhäuser …) wird insbesondere jemand mit fachlichem Hintergrund aus den Bereichen Architektur, technische Zeichner, Stadtplanung gesucht.

Personen, die sich hier konkret einbringen möchten, können sich bei der Stadt Kempen, unter der Hotline 02152/917 -188 oder über per Email an kempenhilft@kempen.de melden.

Ihre Ansprechpartner:

Bjarne Norlander
Telefon: 0 21 52 / 917-167

Anschrift

Rathaus
Buttermarkt 1
47906 Kempen

Erreichbarkeit

Montag, Mittwoch und Freitag
8.30 bis 12.30 Uhr,
Donnerstag 14.30 bis 18.00 Uhr